WIE PFLEGE ICH MEIN TATTOO?

SO PFLEGST DU DEIN TATTOO: 9 REGELN, DIE DU UNBEDINGT BEACHTEN SOLLTEST

Nachdem dein Tattoo gestochen wurde, beginnt der wichtigste Part: Die Pflege. Denn, wenn du dein Tattoo richtig abheilen lässt und gut pflegst, holst du das Beste aus deinem neuen Motiv raus. Die Farben strahlen und die Haut ist eben. Wie du dein Tattoo nach dem Stechen und darüber hinaus richtig pflegst erklären wir dir in 9 wichtigen Schritten: 

Direkt nach dem Stechen

1. Dein frisch gestochenes Motiv wird vor Ort vom Artist versorgt und mit einem Pflaster (alternativ Folie) geschützt. So ein Pflaster (z.B. Suprasorb) hat im Vergleich zur klassischen Frischhaltefolie den Vorteil, dass es steril und atmungsaktiv ist und nicht so leicht verrutscht. Idealerweise musst du daran also gar nix groß ändern und lässt das Pflaster 3 Tage lang auf der Haut. Je nach Jahreszeit und Körperstelle, kann es aber auch sein, dass das Pflaster nicht so lang hält. In dem Fall kannst du das frische Tattoo selbst nachträglich mit Frischhaltefolie und Tape schützen. Achte darauf, dass du die Frischhaltefolie 2 mal am Tag wechselst und dabei stets saubere Hände hast.

2. Wichtig ist, dass du dein frisches Tattoo die ersten 6-8 Stunden und idealerweise noch in der ersten Nacht durch das Pflaster oder die Folie vor Dreck und Fusseln schützt. Dein frisches Tattoo ist noch wie eine offene Wunde und es ist normal, dass innerhalb des ersten Tages nach deinem Termin noch Wundsekret, Blut und Farbe aus der Wunde austreten – aus großen und dunklen Tattoos mehr, bei kleinen und feinen Motiven weniger. An der noch feuchten Wunde bleiben sonst schnell Dreck oder Fusseln kleben und reizen die Stelle.

3. Sind die ersten 6-8 Stunden, bzw. die erste Nacht um und das Pflaster/die Folie hält nicht mehr, kannst du es vorsichtig abnehmen. Das klappt unter lauwarmen Wasser am besten. Spüle das Tattoo mit Wasser, ggf. mit pH-neutraler Seife ab. Erst mit lauwarmen Wasser, das öffnet die Poren. Und zum Schluss mit kaltem Wasser, das schließt die Poren wieder. In geschlossenen Poren dringt weniger Dreck ein. Tupfe das Tattoo anschließen vorsichtig mit einem fusselfreien Handtuch trocken und lass es anschließend an der Luft atmen. Du musst nun kein neues Pflaster oder Folie auftragen. 

Allgemeiner Hinweis: Manche Hauttypen vertragen Pflaster nicht so gut. Hier ist die Folie dann die einzige Alternative. Man kann jedoch überlegen, trotzdem das Pflaster zu nutzen und es nur über die Mindestzeit von 6-8 Stunden und über Nacht zu tragen. Also nicht die kompletten 3 Tage, sodass die Hautreizung durch das Pflaster nicht so stark ist und das frische Tattoo trotzdem bestmöglich geschützt ist. Sprich dazu am besten deinen Tätowierer/deine Tätowiererin an, wenn es soweit ist.

Ab Tag 4: Eincremen

4. Nachdem du das Pflaster oder die Folie entfernt hast, solltest du dein Tattoo regelmäßig  eincremen. Das hält die Wunde feucht und sorgt für eine wundheilende Wirkung. Außerdem minimiert das die Krustenbildung. Und weniger Kruste bedeutet eine schnellere Heilung und weniger Narbenbildung. Achte bei Krustenbildung auch darauf, dass du dir die Kruste nicht aus Versehen abreist. Das zieht Farbe aus der Haut, sorgt für Narbenbildung und lässt Flächen fleckig aussehen.

5. Zum eincremen kannst du verschiedene Salben nutzen: Medizinische Salben (aus der Apotheke)  kannst du direkt verwenden, nachdem du das Pflaster oder die Folie abgenommen hast. Kosmetische Salben (aus der Drogerie) solltest du erst ab Tag 4 benutzen, da erst dann die Wunde soweit verschlossen ist. Vaseline solltest du nicht verwenden, da sie zu fettig ist und keine heilenden Inhaltsstoffe enthält. Durch einen zu starken Fettfilm, bleibt Dreck leichter an der Wunde kleben und kann reizend wirken. Daher sind schnell einziehende Salben von Vorteil. Du solltest darauf achten, eine Salbe mit hohem Panthenol-Gehalt zu nutzen – denn Panthenol unterstützt die Regeneration der Haut.

6. Trage die dir empfohlene Pflegesalbe für ca. 10 Tage am besten morgens, mittags und abends in einer dünnen Schicht auf – Tattoos mit dickeren Linien oder großen Flächen solltest du öfter, bis zu 6 mal täglich eincremen, um die Krustenbildung zu minimieren. Achte dabei stets auf saubere Hände und darauf, dass kein sonstiger Dreck an dein Tattoo kommt.

Allgemeine Hinweise:

7. Auch wenn es mal juckt, fass dein Tattoo so wenig wie möglich an. Kratzen und häufiges Berühren der Wunde können zu Entzündungen und Narbenbildung führen.

8. Ernähr dich gesund und trink viel Wasser. So unterstützt du deinen Körper bei der Regeneration.

9. Vermeide in der Abheil-Phase Sport und starke körperliche Aktivitäten für mindestens 2 Wochen. Solarium, direkte Sonneneinstrahlung, Sauna, lange Duschen und Bäder oder Aufenthalt im Schwimmbad solltest du mindestens 6 Wochen vermeiden. 

Wenn du dich an diese 9 Regeln in der Pflege deines frisch gestochenen Tattoos hältst, kannst du das Beste aus deinem neuen Motiv rausholen. Auch nach dem Abheilen ist die Hautpflege wichtig, damit dein Tattoo immer schön strahlt. 

Du hast dich an alles gehalten, aber dein Tattoo ist stark gerötet, glüht und pocht?! Dann ist es wahrscheinlich entzündet. Hier liest du, was du tun kannst.

Wir wünschen dir viel Freude mit deinem neuen Tattoo. Wenn du schon Lust auf das nächste hast, kannst du dich hier inspirieren lassen oder hier direkt eine Anfrage stellen. 

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